Aus der weltweiten Helferinnenfamilie

Im August 2013 fanden sich in Paris 50 Delegierte der Helferinnenaus vielen Ländern „Generalkapitel“ zusammen, um eine neue Leitungsequipe zu wählen und die Weichen für die Zukunft zu stellen.Insgesamt waren fast gleich viel Schwestern und Angestellte im Hintergrund tätig (Sekretariat, Übersetzungen, Gesundheit, Küche, Liturgie, Dekoration, Bibliothek). Während des Kapitels konnten dieSchwestern in aller Welt das Programm und die Inhalte täglich im Internet verfolgen.
Unsere neue Generalleiterin heisst Gudrun Bohle und stammt ausDornbirn. Die weiteren Rätinnen sind aus Frankreich, Ruanda, PuertoRico und Österreich.Die vorherige Generalleiterin, Elisabetta Flick, kehrte nach Italien zurück und arbeitet nun im Auftrag der weltweiten Vereinigung der Ordensleiterinnen in der Equipe gegen Menschenhandel. Eine „Frucht“ des Kapitels ist nun, dass Sr. Anna Brunner anfangs November 2013 für drei Monate nach Indien gegangen ist, wo eineGruppe sehr jungerSchwestern der „älteren Schwester“bedarf. Die Leiterindieser Gruppe wurdenach Paris in die Generalleitung gewählt.Es gilt die Vakanz zuüberbrücken, bis einErsatz gefunden ist.Sr. Anna ist mit vielGlaubensgeist abgereist, ohne genau zuwissen, was sie erwartet. Sie ist dankbar, wenn sie von Herzen begleitet wird!
Die sechs europäischen Provinzleiterinnen treffen sich jedes Jahr, ummiteinander gemeinsame Projekte zu lancieren und auszutauschen. Generalkapitel Paris August 2013  4
Eines dieser Projekte ist, dass sich nächstes Jahr die noch jüngerenSchwestern zum Austausch über unser Charisma im Berufsleben inParis treffen. Die Vorbereitung dieses Treffens geschieht über Skypezwischen Rumänien, Italien, Frankreich und der Schweiz.
In Ruanda geht eine grosse Umwälzung vor sich: nach mehr als hundert Jahren Ausrichtung auf die Französisch-Sprachigkeit und -Kulturwendet sich das Land radikal dem englisch-sprachigen Teil Afrikas zu.Die Länder im Osten Afrikas sind daran, eine WirtschaftsGemeinschaft aufzubauen, dasselbe Geld zubrauchen, es brauchtkeine Visa mehr im Verkehr zwischen Kenia,Ruanda, Uganda, Burundi…. Englisch zusprechen, ist für Berufstätige ein Muss. Dassind Umwälzungen imTGV-Tempo!
Viele von Ihnen, Leserinnen und Lesern, wissen vielleicht, dass wir1953 in China eine grosse Missions-Station (1867 gegründet) lassenmussten. Etwa 100 chinesische Schwestern wurden in Arbeitslager,Zwangsheiraten und in ihre Familie zerstreut. Nach der Öffnung gelang es, erneut Kontakt zu halten. Jetzt leben nur noch drei vonihnen. Die Helferinnen hatten aber vor 1953 zwei einheimische, inzwischen eigenständige Schwestern-Gemeinschaften gegründet. Diesesind jetzt am Aufblühen. Die Freude war gross, als zwei von ihnen beiunserem Generalkapitel auftauchten und mit uns feierten! So lebt dieIdee unserer Gründerin in China weiter!
In der Schweiz sind wir ebenfalls dran, uns Zukunfstfragen zu stellen.Der eine oder andere Gesundheits-Einbruch verlangt Umstellung unddas Zugeständnis, mit Begrenzungen zu leben. Die Zusammenarbeitmit der IG Arbeit im Haus Bruchmatt geht konstruktiv weiter (sieheInterview mit Judith Seeberger). Die Schwestern haben weiterhin einAngebot in der „Oase Bruchmatt“. Die Kapelle des Hauses BruchmattGeneralkapitel 2013  5
wird mehr und mehr genutzt. Die Bilder von Sr. Gabriela von Dänikenim Haus sind in einem Katalog aufgelistet und stehen immer nochzum Verkauf.
Neben den im Haus Bruchmatt angebotenen Programmen und denHebammendiensten von Sr. Maria Bühlmann sind Schwestern weiterhin im Dienst an benachteiligten Menschen tätig: in der Psychiatrie, inder Spitex, und viele im Dienst von Begegnungen, von Zuhören, vonAufspüren von jenen, welche z.B. im Tchibo-Café allein da sitzen undgerne Gesellschaft hätten.

Sr. Cécile Eder